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Kultur, Menschen, Feste und Traditionen auf Kuba

Die Menschen auf Kuba versammeln sich an den Feiertagen und halten ihre Kultur auf Kuba aufrecht.

Feste auf Kuba:

Die Menschen auf Kuba versammeln sich an den Feiertagen und halten ihre Kultur auf Kuba aufrecht.

Wie in ganz Nordamerika und Südamerika setzt sich die Bevölkerung von Kuba aus den unterschiedlichsten Strömungen, Hautfarben, Religionen und Überzeugungen zusammen. Die Kubaner sind für Ihre Lebensart berühmt. Das langsame karibische Easy Going das gepaart ist mit europäischer Eleganz. Die alten kubanischen Bräuche, die gepaart sind mit europäischen Traditionen und der Santerianismus, der durchzogen ist von christlichen Einflüssen. Dieser Kontrast und diese Einheit des Kontrastes macht das Kuba aus, welches das Traumziel Vieler ist.

Neben dem Katholizismus ist der Santerianismus auf Kuba Hauptreligion. Der Santerianismus ist eine Bessonderheit auf Kuba und in nur ganz wenigen Bundesstaaten der USA. Ab dem 17. Jahrhundert sind Sklaven aus Afrika nach Kuba verschleppt worden, um auf den Zuckerrohrplantagen und den Kaffeeplantagen ausgebeutet zu werden. Diese Sklaven sind, kaum auf Kuba angekommen, zwangschristianisiert worden. Die sehr religiösen Spanier sind zumindest um das Seelenheil der Sklaven bedacht. Die Katholische Kirche verbreitet auch in der neuen Welt Ihre Confradias (Bruderschaften), um die Verehrung von Heiligen, nach der Reliquienverehrung im Mittelalter, wieder zu altem Glanz zu bringen. Diese Bruderschaften in denen die katholischen Heiligen verehrt werden sollen, nutzen die verschleppten Afrikaner, um ihren alten Göttern zu huldigen. Sie haben dazu ihre Götter auf die christlichen Heiligen übertragen. Die Santeria setzt sich zusammen aus Besessenheit, Kosmologie, Magie, Naturreligion und Wahrsagerei. In der Santeria wird der Schöpfergott Olodumare verehrt. Auf der nächsten Stufe stehen die Orishas. Die Orishas sind Naturgeister, Halbgötter bzw. menschliche Geistwesen. Unter den Orishas folgen die Ahnen. Die Ahnen können in Menschen neu geboren werden. Gerade die Orishas haben den Afrikanern die Möglichkeit gegeben, den katholischen Heiligenkult abzuwandeln.

Durch die Revolution Fidel Castros ist den Einwohnern von Kuba ihre jeweilige Religion genommen worden. Kuba hat sich in den Jahren 1959 bis 1992 als atheistischer Staat gesehen und alle religiösen Handlungen untersagt. Erst durch eine Verfassungsänderung 1992 ist die Ausübung von Religion auf Kuba wieder offiziell gestattet. Auf Kuba ist die als unpolitisch geltende Santeria die meist verbreitete Religion, gefolgt vom Katholizismus. Des weiteren leben in Kuba Protestanten und nicht unerhebliche Zahlen von Juden und Zeugen Jehovas.

Etwa zwei Drittel der Bevölkerung auf Kuba ist europäischen Typs. Sie haben einen mediterranen Einschlag. Ein Viertel der Bevölkerung auf Kuba sind Mischlinge zwischen Farbigen und Europäern oder zwischen Indios und Europäern. Ein zehntel der Bevölkerung au Kuba ist farbig. Von den Indianischen Ureinwohnern leben heute keine mehr auf Kuba.

Genauso gemischt, wie die Bevölkerung auf Kuba, so ist auch der Nationaltanz der Son eine Mischung aus allem, was Kuba zu bieten hat und was Kuba interessant macht. Der Son ist im 19. Jahrhundert entstanden, als Sklaven auf Trommeln von den Gitarren der spanischen Großgrundbesitzern begleitet worden sind. Der Son hat es geschafft die ethnischen Probleme auf Kuba zu überbrücken. Im sozialistischen Kuba hat der Son seine Bedeutung weitgehend verloren, da er nicht mehr als Ventil der Unterdrückung des Sklaven dient. Was dem Son nicht mehr genommen werden kann, ist sein Einfluss auf die gesamte Lateinamerikanische Musik. Der Son gilt als Vater der Salsa und auch der Cha-Cha-Cha, der Mambo und auch die Rumba sind aus dem Son hervor gegangen.

Auf Kuba unterscheide man zwischen Feiertagen und Gedenktagen. Die Feiertage sind arbeitsfrei, an den Gedenktagen gedenkt der Kubaner während der Arbeit.

Am 1. Januar wird der Tag des Siegs der Revolution begangen. Am 1. Januar 1959 erobert Fidel Castro die Hauptstadt Havanna und vertreibt den bisherigen Diktator Batista aus Kuba. Neujahr wird quasi schon am 31. Dezember gefeiert.

Eine Besonderheit auf Kuba ist, das am 8. März der internationaler Frauentag gefeiert wird.

Auf Kuba ist, wie an fast allen Staaten der Erde am 1. Mai Feiertag. Auch in Kuba wird am ersten Mai der Tag der Arbeit gefeiert. Ähnlich, wie man es aus anderen kommunistischen Ländern kennt, geschieht dies mit sehr großem Aufwand.

Der 26. Juli ist der Feiertag zu Ehren des Sturms auf die Moncada Kaserne. Er wird auch Revolutionsfeiertag genannt. Am 26. Juli 1953 beginnt die kubanische Revolution mit dem Angriff der Revolutionstruppen auf die Moncada Kaserne in Santiago de Cuba

Dem Kriegsruf von Yara wird am 10. Oktober gedacht. Er ist der Beginn des Unabhängigkeitskriegs 1868, in dem Kuba sich versucht von Spanien zu lösen.

Zusätzlich zu diesen offiziellen Feiertagen findet Ende Februar oder Anfang März der kubanische Karneval statt. Zwar ist der Karnevalszug von Santiago de Cuba nicht ganz so bekannt, wie der Karneval in Rio, jedoch ist er nicht minder farbenprächtig und auf jeden Fall ein sehenswertes Ziel, bei einem Aufenthalt auf Kuba.

Das Festival de la Musica Electroacustica ist ein Festival elektronischer Musik, welches jedes Jahr kurz vor Ende der Trockenzeit im April in der Touristenhochburg Varadero stattfindet.

Das karibische Kulturfestival ( Festival de la Cultura Caribe ) ist zwischen Juni und Juli terminiert. Der Zeitpunkt ist nicht ideal, da er sich mitten in der Regenzeit befindet. Sollte man aber zu dieser Zeit auf Kuba sein, lohnt sich ein Besuch in Havanna zu dem Festval auf jeden Fall.